Denguefieber-Welle in Bangladesch

Dhaka – Die Regierung von Bangladesch hat eine dreimonatige landesweite digitale Aufklärungskampagne zur Bekämpfung von Denguefieber gestartet. Gesundheitsminister Mohammed Muhit ruft insbesondere junge Menschen und Content-Ersteller in Sozialen Medien zu aktiver Teilnahme auf.
Soziale Medien könnten eine wichtige Rolle bei der Verbreitung zeitnaher Informationen und der Reduzierung des Denguefieber-Risikos spielen, sagte Muhit heute Medien des südasiatischen Landes.
Content-Ersteller und Influencer sollten Aufklärungsmaterialien wie Videos, Reels, Geschichten, Infografiken und Beiträge erstellen und teilen. „Content-Ersteller können wichtige Botschaften zur Denguefieber-Prävention wie die Beseitigung von stehendem Wasser und die umgehende Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe bei Auftreten von Symptomen effektiv vermitteln“, so der Minister.
Krankenhäuser in Dhaka und anderen Städten haben Medienberichten zufolge zunehmend Schwierigkeiten, die wachsende Zahl an Dengue-Patienten aufzunehmen. In einigen Einrichtungen würden Patienten schon auf Fußböden und Veranden behandelt, da alle Betten belegt seien. Seit Januar wurden laut Medienberichten rund 60.000 Menschen mit Denguefieber in Krankenhäuser gebracht. 176 Patienten starben an der Infektion, darunter allein im September 79.
Der Insektenforscher Kabirul Bashar bezeichnete im Gespräch mit der Dhaka Tribune Bangladesch als ein Land der Mücken. Er erklärte, die Zahl der Dengue-Patienten steige im Vergleich zu den Vorjahren.
Prognosemodelle deuteten darauf hin, dass sich die Dengue-Situation im Oktober weiter verschärfen könnte. Der Wissenschaftler von der Jahangirnagar Universität in Dhaka ist Experte für Malaria, Chikungunya und Dengue, die von Moskitos übertragen werden.
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