Der Globale Fonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria braucht mehr Geld
Berlin – Deutschland sollte seinen Beitrag zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria deutlich aufstocken. Dazu hat die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen die Bundesregierung aufgefordert, nachdem Großbritannien seinen Beitrag für die Zeit 2014 bis 2016 auf eine Milliarde britische Pfund (rund 1,2 Milliarden Euro) festgelegt hat.
„Die USA, mehrere skandinavische Länder und jetzt Großbritannien haben eine Erhöhung ihres Beitrags zugesagt. Die USA und Großbritannien machen ihre deutliche Erhöhung darüber hinaus davon abhängig, ob die vom Globalen Fonds als Ziel ausgegebenen 15 Milliarden Euro auch erreicht werden“, erläuterte Philipp Frisch, Koordinator der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland.
Die Bundesregierung stelle seit 2007 200 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. „Gerade jetzt ist die neue Bundesregierung in der Pflicht, den Beitrag Deutschlands auf mindestens 400 Millionen Euro pro Jahr zu verdoppeln“, so Frisch.
Er wies daraufhin, dass die frühzeitige Behandlung nicht nur Menschenleben direkt rette, sondern auch die weitere Ausbreitung von Tuberkulose und HIV/Aids verhindern könne. Allerdings klafften vor allem im Bereich der multi-resistenten Tuberkulose „riesige Lücken in der Behandlung“.
„Nur einer von fünf Patienten, die dringend eine lebensrettende Therapie brauchen, erhält diese auch. Allein durch eine gemeinsame Anstrengung aller Geber – auch Deutschlands – ist es möglich, an dieser Situation etwas zu ändern“ so Frisch weiter.
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