Global Fund begrüßt Zusagen Deutschlands

Berlin – Der neue Geschäftsführer des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, Mark Dybul, sieht große Chancen, Aids und andere Infektionskrankheiten zu besiegen. Im Interview der Welt vom Mittwoch begrüßte Dybul die Finanzzusagen Deutschlands an den Fonds als großen Schritt. Es sei das erste Mal, dass die Bundesrepublik gleich eine mehrjährige Zusage mache.
Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hatte dem Fonds vergangene Woche insgesamt eine Milliarde Euro für die Jahre 2012 bis 2016 zugesagt. Zugleich hatte er betont, dass der Fonds jetzt „effizienter, wirksamer und weniger korruptionsanfällig“ sei. Der Minister hatte die deutschen Gelder im Jahr 2011 zeitweise ausgesetzt, weil Korruptionsfälle bei geförderten lokalen Projekten bekannt worden waren.
„Zum ersten Mal in der Geschichte können wir sagen, dass wir Instrumente habe, um HIV, Tuberkulose und Malaria zu kontrollieren und zu besiegen“, sagte der Geschäftsführer. „Wir können sehr hohe Infektionsraten sehr stark senken. Und mit weiteren Vorstößen können wir die Epidemie beenden.“ Dazu bedürfe es allerdings schneller politischer und finanzieller Entscheidungen. Umgekehrt würde es Milliarden an Menschenleben und Dollar kosten, wenn Gelder und Technologien nicht zur Verfügung gestellt würden. kna
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