Deutsches Reanimationsregister verzeichnet den 100.000. Noteinsatz
Kiel – 100.000 Notfalleinsätze hat das Deutsche Reanimationsregister der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) bislang erfasst und ist damit europaweit eines der größten seiner Art. Koordinationsstelle ist das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin (IruN) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein.
Die Online-Datensätze stammen aber aus dem gesamten Bundesgebiet. „Das Deutsche Reanimationsregister ist als bundesweites Benchmarking ein wichtiges Werkzeug der notfallmedizinischen Versorgungsforschung. Konkret dient es gleichzeitig dem Patienten durch die ständige Optimierung lokaler Versorgungsketten“, erläutert Jan-Thorsten Gräsner, Direktor des IruN.
Der aktuelle Datensatz orientiert sich an internationalen Notfalldatensätzen sowie dem „Minimalen Notarztdatensatz der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin“ (MIND3). Über ihn werden nicht nur Reanimationen, sondern alle Herz-Kreislauf-Stillstände erfasst, auch wenn keine Reanimation stattfand.
Rettungsdienste und innerklinische Rettungsteams sollen darin die gesamte Versorgungskette dokumentieren. Alle teilnehmenden Rettungsdienste und Krankenhäuser haben Zugang zu der Datensammlung, um Reanimationsmaßnahmen zu vergleichen. So können sie ihre jeweiligen Methoden selbstständig abgleichen und gegebenenfalls verbessern.
161 Rettungsdienste und 135 Kliniken geben aktuell ihre Daten ins Deutsche Reanimationsregister ein.
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