Politik

Diabetes-Präventions­projekt erhält Millionenförderung

  • Freitag, 28. April 2017
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Bad Segeberg/Kiel – Das unter Federführung der Kassenärztlichen Vereinigung Schles­wig-Holstein (KVSH) stehende Kooperationsprojekt „Dimini – Diabetes mellitus? Ich nicht!“ erhält rund vier Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Bundes. Ziel von Dimini ist es, die Gesundheitskompetenz von Menschen mit erhöhtem Risiko für Typ-2- Diabetes zu stärken, um einerseits die Entstehung der Krankheit zu verzögern oder so­gar zu verhindern und andererseits Kosten für die medizinische Versorgung zu senken.

Eine begleitende Studie in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Hessen soll zu­dem die Wirksamkeit des Projektes untersuchen. „Das ist ein großer Erfolg für den ge­meinsamen Kampf gegen Diabetes und wird die Prä­ventionsarbeit in Schleswig-Holstein weiter stärken“, sagte Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD), die zugleich Schirm­herrin des Projektes ist.

Dimini richtet sich an Menschen über 18 Jahre aus Hessen und Schleswig-Holstein, die bei einer der beteiligten Krankenkassen versichert sind. Um Diabetes wirksam vorzu­beu­gen, ermitteln die an dem Projekt teilnehmenden Ärzte zunächst das individuelle Risiko­profil der Versicherten. Je nach Ergebnis erfolgt die weitere Betreuung durch den Arzt, die – über mehrere Termine verteilt – maximal 15 Monate dauert und beispiels­weise eine oder mehrere Beratungen zu Ernährung und Bewegung enthalten kann. Für die Versi­cher­­ten ist die Teilnahme kostenlos, die Ärzte erhalten für ihre Leistungen ein extra­bud­ge­täres Honorar.

„Diabetesprävention und die Förderung der Gesundheitskompetenz sind Themen, die in Zukunft eine zentrale Rolle im Gesundheitswesen spielen werden“, sagte Monika Schlif­fke, KVSH-Vorstandsvorsitzende. Sie sieht in Dimini ein partnerschaftliches Leucht­turmprojekt für das deutsche Gesundheitswesen.

Neben KVSH und KVH arbeiten in dem Projekt AOK NordWest, Barmer, DAK-Ge­­sund­heit, Techniker Krankenkasse und AOK Hessen zusammen. Zu den weiteren Partnern in beiden Regionen gehören Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und Deutsche Gesell­schaft für Prävention und Rehabilitation (DGPR), MSD, das Institut für angewandte Ver­sor­gungsforschung (inav) sowie die Bundesagentur für Arbeit.

hil/sb

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