Digitale Gesundheitsangebote: Potenzial bei Männern

Berlin – Gesundheits- und Fitnessapps könnten „die Gesundheitskompetenz von Männern fördern und sie zu einem bewussteren Umgang mit der eigenen Gesundheit motivieren“.
Das hat Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, heute anlässlich eines Kongresses für Männergesundheit in Berlin betont. Die digitalen Angebote könnten aber auch Risiken bergen, beispielsweise durch nicht qualitätsgesicherte Informationen oder eine zu exzessive Nutzung.
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Sabine Weiss (CDU), sieht in digitalen Angeboten wie Fitnessprogrammen oder Ernährungsapps ebenfalls ein großes Potenzial für Prävention und Aufklärung. Das gelte gerade für „Männer, die technikaffin sind“.
Ein Teil der Männer gilt nach wie vor als Gesundheits- und Vorsorgemuffel. Zwar sind Männer in Deutschland seltener als Frauen krankgeschrieben. Sie sind aber häufiger übergewichtig und erkranken beispielsweise häufiger als Frauen an Krebs.
Nur rund 45 Prozent der Männer nehmen zudem regelmäßig den Gesundheitscheckup zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen und Diabetes in Anspruch, bei den Frauen sind dies mehr als 48 Prozent. Die Lebenserwartung bei Geburt liegt in Deutschland für Männer mit rund 78,5 Jahren niedriger als für Frauen mit rund 83,3 Jahren.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: