Politik

DKG empfiehlt Krankenhäusern Teilnahme am Endopro­thesenregister

  • Montag, 4. November 2013

Berlin – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat allen Krankenhäusern empfohlen, am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) teilzunehmen. Die DKG unterstütze das EPRD, weil es der Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung der Hüft- und Kniegelenksendoprothetik in Deutschland diene, sagte DKG-Haupt­geschäftsführer Georg Baum gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

So würden die Ergebnisse endoprothetischer Operationen an die Kliniken zurückgespiegelt, die Krankenhäuser könnten sich mit anderen Häusern vergleichen, und Materialschwächen von Prothesen könnten schneller erkennt werden. 

Das EPRD ist eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie. Es wird vom Verband der Ersatzkassen, dem AOK-Bundesverband und dem Bundesverband Medizintechnologie unterstützt.

Ziel des Registers ist es, die Qualität der Versorgung mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken zu verbessern und die Zahl unnötiger Wechseloperationen zu senken. Das EPRD verknüpft dafür Routinedaten mit neuen Informationen über den Einbau künstlicher Hüft- und Kniegelenke. Auf dieser Datengrundlage will das Register langfristig die Qualität der Produkte beurteilen können und mehr über die Standzeit künstlicher Gelenke erfahren. Die Teilnahme am EPRD ist für Krankenhäuser und Patienten freiwillig. 

Während einer Probephase wurden bislang etwa 11.000 Operationen dokumentiert. Zudem haben dem EPRD zufolge mehr als 400 Krankenhäuser ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet. Bei einer Teilnahme würden Teile der Datensätze direkt aus der Krankenhaussoftware herausgefiltert, sagte Baum. Deshalb könne die manuelle Dokumentation auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Das EPRD startet bundesweit im Januar 2014.

fos

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