Doctolib: Umsatz gesteigert, weiter in Verlustzone

Paris – Die Onlineplattform für Arzttermine Doctolib hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 22,5 Prozent auf 348 Millionen Euro gesteigert. Dabei sei der operative Verlust um mehr als ein Drittel auf 53,8 Millionen Euro gesunken. Das gab das Unternehmen in Paris bekannt.
Doctolib zeigte sich zuversichtlich, in einigen Monaten eine ausgeglichene Bilanz zu erreichen. Das Unternehmen, das auch in Deutschland sehr präsent ist, will sein Angebot weiter ausbauen.
Geplant sei etwa ein Assistent auf Basis Künstlicher Intelligenz geplant, der älteren Menschen die Vereinbarung von Arztterminen erleichtern soll. Zudem soll das Speichern von Dokumenten ausgeweitet werden. In Frankreich wird Doctolib auch genutzt, um etwa Rezepte zu versenden.
Etwa 400.000 Ärzte und weitere Anbieter im Gesundheitsbereich nutzen die Onlineplattform, davon etwa ein Viertel in Deutschland. Der deutsche Markt macht etwa 20 Prozent des Umsatzes aus.
Doctolib kam 2013 auf den Markt und bekam schnell so viel Kapital zusammen, dass es zu einem französischen „Einhorn“ wurde, einem der Startups, die mehr als eine Milliarde Dollar wert sind.
Für einen monatlichen Beitrag können Ärzte ihre Terminverwaltung komplett auf die Plattform auslagern. Patienten suchen ihrerseits kostenfrei auf der Webseite oder in der App nach Ärzten in ihrer Nähe und passenden Terminen.
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