Drogenbeauftragte fordert mehr Hilfe für suchtkranke Senioren
Berlin – Rund 15 Prozent der von ambulanten und stationären Pflegediensten betreuter Menschen haben nach Einschätzung von Experten ein Medikamenten- oder Alkoholproblem. „Auch ältere Menschen können suchtgefährdet oder bereits suchtkrank sein. Sie brauchen spezifische Hilfe und Unterstützung“, erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, am Mittwoch in Berlin.
Fachkräfte müssten eine ausreichende Qualifizierung für den Umgang mit suchtkranken Patienten haben, so Mortler. „Werden die älteren Menschen frühestmöglich angesprochen, ist die Chance groß, mit geeigneter Hilfe deren Lebensqualität wieder zu erhöhen oder zu erhalten.“
Die Fachstelle Suchtprävention Berlin hat nach eigenen Angaben im Rahmen des Programms „Suchtsensible Pflege“ Konzepte zur Qualifizierung von Pflegeberatern und Pflegekräften entwickelt. Zudem stellt die Fachstelle eine Broschüre zum Thema bereit, die sich an Fachkräfte in der Altenpflege wendet und sie unterstützen soll, qualifiziert zum Thema Sucht im Alter beraten und handeln zu können.
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