Ausland

Ebolaausbruch in DR Kongo weitet sich auf sechste Provinz aus

  • Freitag, 14. August 2026
Knapp drei Monate nach Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs im Kongo sind bereits mehr als 2.000 Menschen gestorben. /picture alliance, AP, Dieudonne Dirole
Knapp drei Monate nach Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs im Kongo sind bereits mehr als 2.000 Menschen gestorben. /picture alliance, AP, Dieudonne Dirole
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Kinshasa – Die Ebolaepidemie in der Demokratischen Republik (DR) Kongo hat nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC eine sechste Provinz in dem zentralafrikanischen Land erfasst.

In der Provinz Bas-Uele sei nun ebenfalls ein Mensch an dem Virus gestorben, sagte CDC-Leiter Jean Kaseya gestern. Der mit der tödlichen Krankheit infizierte Mann starb demnach nach seiner Einreise aus der benachbarten Provinz Haut-Uele.

Laut CDC breitet sich das Virus in der DR Kongo schneller aus als bei jeder Ebolaepidemie zuvor. Der Großteil der Infektionen wurde in der Provinz Ituri gemeldet. Auch in den Provinzen Nord-Kivu, Süd-Kivu, Haut-Uele und Tshopo wurden bereits Ebolafälle registriert.

Die Hilfsorganisation Mercy Corps warnte gestern vor der Gefahr, dass sich das Virus auf den Südsudan ausbreiten könnte – der sowohl an Ituri als auch an Haut-Uele grenzt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte vorgestern erklärt, sie hoffe, die Ausbreitung von Ebola in der DR Kongo innerhalb von drei Monaten eindämmen zu können. Allerdings warnte sie davor, dass der Ausbruch bis dahin noch nicht vorbei sein werde.

Der Ausbruch ist auch deshalb schwer einzudämmen, weil Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu schwer zugänglich und seit Jahren Schauplatz bewaffneter Konflikte sind. Die WHO hatte wegen der Ebolaepidemie Mitte Mai eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen – ihre zweithöchste Alarmstufe. Mittlerweile wurden 4.566 Infektionsfälle bestätigt, darunter sind 2.128 Todesfälle.

Die aktuelle Epidemie wird von der erstmals 2007 nachgewiesenen seltenen Bundibugyo-Variante des Virus verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie.

afp

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