Ein Drittel der jungen Menschen in Bayern mit Organspendeausweis

München – Die Appelle zum Tragen eines Organspendeausweises scheinen besonders bei jüngeren Menschen zu wirken. Das legt eine Umfrage der AOK Bayern nahe. Danach hat fast jeder Dritte der Befragten bis 25 Jahre einen Organspendeausweis, aber nur 23 Prozent der 26- bis 40-Jährigen. Insgesamt sind 40 Prozent der Befragten zur Organspende bereit. Die meisten von ihnen begrüßen es, wenn ihre Krankenkasse sie über das Thema informiert.
„Die große Spannweite zwischen der Bereitschaft, Organe zu spenden und dem Besitz eines Organspendeausweises belegt, dass wir weiterhin auf umfassende Aufklärung setzen müssen“, sagte Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender der AOK Bayern.
Er wies daraufhin, dass die AOK Bayern in diesem Jahr bislang 3,7 Millionen Organspendeausweise und Informationen an ihre Versicherten über 16 Jahre verschickt habe.
Seitdem vor einem Jahr Manipulationsvorwürfe in Zusammenhang mit der Vergabe von Spenderorganen laut wurden, sind die Organspendezahlen in Deutschland zurückgegangen. So verzeichnet die Deutsche Stiftung für Organtransplantation (DSO) für das erste Halbjahr 2013 einen bundesweiten Rückgang der postmortalen Organspender von 18,3 Prozent.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: