Hochschulen

Ein Viertel aller Studierenden fühlt sich manchmal einsam

  • Freitag, 16. Oktober 2026
/fotoduets, stock.adobe.com
/fotoduets, stock.adobe.com
Dieses Dialog-Fenster öffnen

Hamburg – Ein Viertel aller Studierenden in Deutschland fühlt sich häufig oder manchmal einsam. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute in Hamburg veröffentlichte Umfrage der Techniker Krankenkasse.

Besonders zu Beginn des Studiums könne Einsamkeit verstärkt auftreten, wenn junge Menschen umziehen und sich ein neues soziales Netzwerk aufbauen müssten, erklärte TK-Chef Jens Baas. Dies könne für Studierende sehr herausfordernd sein.

Der Umfrage zufolge spielt die Wohnsituation eine deutliche Rolle beim Einsamkeitsempfinden. Studierende, die in einem Wohnheim lebten, gaben demnach zu 43 Prozent an, sich manchmal oder häufig einsam zu fühlen.

Bei solchen, die in Wohngemeinschaften lebten, waren es 34 Prozent. Unter den Alleinlebenden sank die Quote bereits auf 29 Prozent. Wer noch bei Eltern oder Verwandten lebte, berichtete nur zu 23 Prozent von Einsamkeit.

Am seltensten gaben Studierende an, einsam zu sein, wenn sie in einer Partnerschaft lebten. In diesen Fällen fühlten sie sich nur zu 17 Prozent häufig oder manchmal einsam.

Ebenso gaben Studierende im Fernstudium mit zwölf Prozent am seltensten an, sich einsam zu fühlen. Darauf folgten laut Befragung solche im Teilzeitstudium mit 17 Prozent, in einem dualen Studium mit 21 Prozent oder im Vollzeitstudium mit 28 Prozent.

Hochschulen sollten sich nach Aussagen des TK-Vorsitzenden Baas daher für die Förderung des Soziallebens einsetzen. Dies verbessere auch die Lernumgebung. „Das könnten zum Beispiel Mentoringprogramme für Erstsemesterstudierende sein oder eine bewusste Förderung von Gruppenarbeit in Lehrveranstaltungen“, erklärte er.

Auch die Studierenden selbst müssten laut Baas aber aktiv werden. „Das Gefühl von Einsamkeit weist darauf hin, dass wichtige soziale Bedürfnisse nach Nähe und Zugehörigkeit nicht erfüllt sind – daher ist Einsamkeit ein wichtiges Signal, um aktiv zu werden.“ Gemeinschaft fördere nachweislich Zufriedenheit und Gesundheit. Der soziale Austausch sei wichtig für das psychische Wohlbefinden.

afp

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung