Elektronische Gesundheitskarte: Laumann fordert Patientenzugriff
Köln – Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will gesetzlich Versicherten den Zugang zu ihren Patientendaten ermöglichen. „Die Versicherten müssen Herr über ihre eigenen Daten sein“, sagte Laumann dem Kölner Stadt-Anzeiger. Er schlägt dafür zum wiederholten Mal einen Online-Zugriff für Patienten auf die elektronische Gesundheitskarte (eGK) vor. „Es muss zum Beispiel möglich sein, dass sie jederzeit ihre eigenen Daten einsehen können, auch ohne dass ein Arzt oder ein anderer Behandler dabei ist“, fügte der Minister hinzu.
Die Telematikinfrastruktur müsse „so weiterentwickelt werden, dass der Datenzugriff technisch von überall möglich ist – ob vom Heim-PC, vom Tablet oder vom Smartphone“, sagte Laumann. Dass dabei „ein höchstmöglicher Datenschutz sichergestellt“ werden müsse, verstehe sich von selbst.
Bereits als Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung hatte Laumann zuletzt im Mai dieses Jahres mehr Nutzen der fortschreitenden Digitalisierung für die Patienten gefordert. Es könne nicht sein, dass mündige Bürger nur unter Beaufsichtigung durch den Arzt Einsicht in ihre eigenen Daten nehmen könnten, sagte er damals. Diese müssten – ähnlich wie beim Online-Banking – immer und überall, zugleich aber auch sicher, auf ihre Behandlungsdaten in einer elektronischen Patientenakte zugreifen können.
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