Erfolg für Dänemark: Mutter-Kind-Übertragung von HIV eliminiert

Genf/Kopenhagen – Als erstes Land in der Europäischen Union (EU) hat Dänemark die Mutter-Kind-Übertragung von HIV und Syphilis eliminiert. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) heute mit. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sprach von einem Meilenstein.
„Dies beweist, dass Länder mit starkem politischen Engagement und kontinuierlichen Investitionen in die Primärversorgung und integrierte Mutter-Kind-Gesundheitsdienste jede Schwangere und jedes Neugeborene vor diesen Krankheiten schützen können“, so Ghebreyesus weiter.
Von einer Eliminierung spricht man, wenn mindestens 95 von 100 Schwangeren getestet und behandelt werden und die Zahl der Neuinfektionen bei Säuglingen Jahr für Jahr unter 50 pro 100.000 Geburten zu halten. Zwei Validierungsausschüsse der WHO hatten im vergangenen Jahr bestätigt, dass Dänemark alle erforderlichen Ziele für den Zeitraum 2021 bis 2024 erreicht hat.
In Dänemark, sagte Hans Henri P. Kluge, WHO-Direktor für Europa, sei das Ziel durch eine umfassende Schwangerenvorsorge, zuverlässige Datensysteme und die Achtung der Frauenrechte erreicht worden. Jetzt wolle man das Land auf dem Weg zur Eliminierung der Mutter-Kind-Übertragung bei Hepatitis B begleiten.
Dänemark gehört nun zu den 22 anderen Ländern und Gebieten, in denen die WHO ein Ende der Mutter-Kind-Übertragung von HIV, Syphilis oder Hepatitis B bestätigt hat oder die kurz davor stehen. Dazu gehören beispielsweise Armenien, Belarus, Botswana, die Malediven, Sri Lanka sowie Thailand.
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