Erkrankte Babys: Schweiz prüft möglichen Zusammenhang mit Säuglingsnahrung

Zürich – In der Schweiz prüfen die Behörden derzeit einen eventuellen Zusammenhang zwischen mehreren erkrankten Babys und möglicherweise verunreinigter Säuglingsnahrung.
In den vergangenen Tagen seien den Behörden mehrere Fälle von Symptomen bei Säuglingen gemeldet worden, erklärte gestern das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BLV) in einem Schreiben an die Nachrichtenagentur AFP. Es seien nun Untersuchungen im Gange, ob ein Zusammenhang mit dem Verzehr verunreinigter Produkte bestehe.
In dutzenden Ländern, darunter Deutschland und die Schweiz, war in den vergangenen Wochen Babynahrung wegen möglicher Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid zurückgerufen worden. Es besteht der Verdacht, dass eine in China hergestellte Substanz, welche die für Säuglinge wichtige Arachidonsäure enthält, für die Verunreinigung verantwortlich sein könnte. Cereulid ist ein Giftstoff bakteriellen Ursprungs, der Durchfall und Erbrechen verursachen kann.
In der Schweiz werden nun laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit bis Ende der Woche Ergebnisse der Untersuchungen über einen Zusammenhang zwischen Krankheitsfällen bei Babys und der Säuglingsnahrung erwartet. Ziel sei zudem, „alle in der Schweiz betroffenen Produkte zu identifizieren und vom Markt zu entfernen“.
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