Ermittlungen gegen ehemaligen Chefarzt am Medizin Campus Bodensee eingestellt

Ravensburg – Die Staatsanwaltschaft Ravensburg hat das Ermittlungsverfahren gegen den früheren Chefarzt des Medizin Campus Bodensee (MCB) wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingestellt. Ein Tatnachweis für den Vorwurf habe nicht gefunden werden können, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit.
Gegen den Arzt war laut Mitteilung seines Medienanwalts im Zuge interner Hinweise und einer anschließenden Compliance-Untersuchung am Klinikum Friedrichshafen unter anderem wegen des Verdachts auf Behandlungsfehler ermittelt worden.
„Die gegen den Mediziner erhobenen Vorwürfe waren falsch“, heißt es darin. Insgesamt fünf im Zuge des Verfahrens beteiligte unabhängige medizinische Fachgutachter hätten den früheren Chefarzt vollständig entlastet. „Dies war die Grundlage für die erfolgte Einstellung des Verfahrens.“
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde auch das Verfahren im Hinblick auf die weiteren fünf Beschuldigten eingestellt.
Ein Verfahren gegen eine Ärztin wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde nach Zahlung einer Geldbuße eingestellt, die Ermittlungen gegen die verbliebenen vier Beschuldigten wurden mangels Tatnachweises eingestellt.
Anklage wurde gegen keinen der Beschuldigten erhoben. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch den Suizid einer Oberärztin der Klinik, die auf Missstände hingewiesen hatte.
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