Ernährung und Demenz: Klöckner will Zusammenhänge untersuchen lassen

Berlin – Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) will die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Demenzerkrankungen stärker erforschen lassen. „Wo sind die Forschungslücken? Wo müssen wir rein?“, fragte Klöckner Wissenschaftler und Vertreter von Fachgesellschaften bei einem runden Tisch heute in Berlin.
„Wie können wir diese Lücken schließen – auch mit Förderungen meines Ministeriums?“ Demenz sei ein Thema, „dass die Leute sehr umtreibt“, unter anderem weil „man nicht richtig im Griff hat, wie man damit umgeht“, sagte die stellvertretende CDU-Vorsitzende.
Zu viel sei über die Erkrankungen noch nicht bekannt, so Klöckner. Es stelle sich die Frage, ob man mit bestimmten Ernährungsvorgaben einer Demenz vorbeugen könne. Wenn es eine solche Empfehlung gebe, könne das eine „wahnsinnige Wirkung entfalten“, sagte sie.
In Deutschland waren nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Ende 2016 rund 1,7 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Die weitaus meisten Betroffenen haben Alzheimer. Infolge des demografischen Wandels nimmt die Zahl der Demenzkranken kontinuierlich zu.
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