EU-Bericht: Umweltverschmutzung erhöht Risiko für psychische Erkrankungen

Kopenhagen – Umweltverschmutzung erhöht in Europa einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) zufolge das Risiko, an psychischen Erkrankungen zu erkranken.
Studien würden immer wieder zeigen, dass Luftverschmutzung mit Depressionen und depressiven Symptomen in Verbindung stünden, erklärte die Behörde in dem jetzt veröffentlichten Bericht.
Stoffen wie Blei, endokrinen Disruptoren, die den Hormonhaushalt von Mensch und Tier störten, oder anderen Chemikalien ausgesetzt zu sein, könne das Risiko für psychische Störungen erhöhen, hieß es in dem Bericht weiter.
Das gelte insbesondere während Entwicklungsphasen. Darüber hinaus könne Lärmbelästigung durch Flug- und Straßenverkehr mit einem erhöhten Risiko für Depressionen und Angstzustände einhergehen, insbesondere bei vulnerablen Menschen.
Eine Verringerung der Umweltverschmutzung im Einklang mit dem Aktionsplan der EU zur Erreichung der „Null-Schadstoff-Ziele“ könne die psychische Gesundheit in ganz Europa verbessern, erklärte die EUA.
Psychische Erkrankungen waren im Jahr 2023 nach Angaben der Umweltagentur die sechshäufigste Krankheitsart in der EU sowie die achthäufigste Todesursache.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: