Ausland

EU gibt mehr als 700 Millionen Euro für Krisenhilfe weltweit

  • Montag, 28. September 2026
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen /picture alliance, Philipp von Ditfurth
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen /picture alliance, Philipp von Ditfurth
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New York – Die EU stellt mehr als 700 Millionen Euro für Vertriebene in Subsahara-Afrika sowie von Krisen betroffene Menschen weltweit bereit. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Videobotschaft für das wegen des schweren Wetters abgesagte Global Citizen Festival in New York an. 

„Konflikte, extreme Wetterereignisse und steigende Lebenshaltungskosten bringen das Leben vieler Menschen auf der ganzen Welt aus dem Gleichgewicht“, sagte die Spitzenpolitikerin. Mit dem neuen Paket in Höhe von fast 710 Millionen Euro würden vertriebene Gemeinschaften in ganz Afrika unterstützt sowie die Gemeinschaften, die sie aufnehmen. Außerdem werde die Nothilfe für Menschen aufgestockt, die von den Kriegen im Nahen Osten und in der Ukraine betroffen sind. 

Konkret sollen 380 Millionen Euro in „migrationsbezogene Maßnahmen“ in afrikanische Länder südlich der Sahara fließen. Im Mittelpunkt stünden unter anderem der Schutz besonders schutzbedürftiger Migrantinnen und Migranten, die Unterstützung freiwilliger Rückkehr und Reintegration sowie die Reaktion auf Vertreibung, hieß es von der Brüsseler Behörde. 7,5 Millionen Euro sollen in der Demokratischen Republik Kongo eingesetzt werden, um die Reaktion auf die Ebola-Krise zu unterstützen und langfristig die Vorsorge zu stärken. 

Mit 252 Millionen Euro sollen Menschen und Gemeinschaften unterstützt werden, die etwa wegen Konflikten, Vertreibung, Epidemien und Naturkatastrophen dringende Hilfe benötigen. Für dieses Geld steht die finale Zustimmung der zuständigen Haushaltsbehörde noch aus. In Subsahara-Afrika sollen 97 Millionen Euro davon helfen, den wachsenden Bedarf an Hilfe durch Konflikte, Ernährungsunsicherheit, Mangelernährung und Klimaschocks zu decken. 

Weitere 103 Millionen Euro sollen an schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen in Palästina und im Libanon gehen, „wo anhaltende Kampfhandlungen, großflächige Vertreibung und die erhebliche Belastung grundlegender Dienstleistungen zu einer akuten humanitären Notlage führen“, so die Kommission.

In der Ukraine sollen 52 Millionen Euro humanitäre Hilfe und die Notfallvorsorge unterstützen. Dazu gehören Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter, Unterkünfte, grundlegende Dienstleistungen und Soforthilfe im Energiebereich.

dpa

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