EU-Kommission fordert mehr Investitionen in Gesundheitsprävention
Brüssel – Die EU-Kommission fordert mehr Investitionen in die Prävention von Krankheiten. „Dass wir nur drei Prozent unserer Gesundheitsbudgets für Prävention ausgeben, im Vergleich zu 80 Prozent für die Behandlung von Krankheiten, reicht einfach nicht aus“, sagte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis heute in Brüssel bei der Präsentation eines Berichts zum Gesundheitszustand in der EU.
Eine starke Primärversorgung trägt der Kommission zufolge dazu bei, unnötige Ausgaben zu vermeiden. 27 Prozent der Kranken gingen in eine Notaufnahme, weil die Primärversorgung nicht gewährleistet sei.
Zudem gelte es auch, soziale Ungleichheiten zu bekämpfen. Sie würden etwa in den Unterschieden bei der Krebsvorsorge oder dem Ausmaß körperlicher Aktivitäten von Menschen mit höherem und niedrigerem Einkommen und Bildungsstand sichtbar.
Ergebnis des Berichts der Kommission sind auch Veränderungen im Gesundheitsbereich. In der EU gebe es derzeit 18 Millionen Fachkräfte im Gesundheitswesen. Bis 2025 würden weitere 1,8 Millionen Arbeitsplätze entstehen. Die Mitgliedstaaten müssten ihre Fachkräfte auf bevorstehende Veränderungen wie eine alternde Bevölkerung und Mehrfacherkrankungen sowie technische Innovation vorbereiten.
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