Europäische Kliniken investieren verstärkt in IT

Frankfurt am Main – Westeuropäische Krankenhäuser treiben das Thema Digitalisierung voran. Das hat das Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivans in einer Studie ermittelt. Demnach werden Kliniken in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien in den kommenden Jahren mehr als sechs Milliarden US-Dollar für Informationstechnologie im Gesundheitswesen ausgeben – vor allem für eine bessere Datendurchgängigkeit und die gezielte Nutzung von Gesundheitsinformationen.
Laut Studie investiert inzwischen jedes dritte der befragten Krankenhäuser elf bis 20 Prozent seines Jahresbudgets in verschiedene IT-Lösungen. 70 Prozent gaben an, das entsprechende Budget sei innerhalb der vergangenen zwei bis drei Jahre durchschnittlich um 15 bis 20 Prozent gewachsen. Der Budgetanstieg kommt laut Frost & Sullivans in erster Linie Lösungen für klinische Entscheidungshilfen, Anwendungen zur gemeinschaftlichen Datennutzung, Integration, Datenschutz und -sicherheit sowie Business Intelligence und Big Data Analytics zugute.
„Trotz der hohen Einführungsrate von elektronischen Gesundheitsakten teilen lediglich 15 bis 20 Prozent der Krankenhäuser ihre Daten mit anderen Organisationen“, verweist Frost-&-Sullivans-Analyst Shruthi Parakkal. Er ist jedoch überzeugt, dass angesichts verändeter Pflegemodelle und steigenden Bedarfs an effizienten Arbeitsabläufen die Verbesserung der Datenkontinuität im Gesundheitsbereich in den nächsten fünf Jahren weiterhin ein wichtiges Ziel bleiben wird. Interoperabilität, der Weiterentwicklung von Standards sowie deren Einführung kämen dabei höchste Prioritäten zu.
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