Europäisches Projekt für bessere Alzheimerversorgung aufgesetzt

München – Das auf fünf Jahre angelegte europäische Projekt „ACCESS-AD“ soll die Diagnostik, Behandlung und langfristige Versorgung von Menschen mit Alzheimer-Erkrankung verbessern. Dafür stehen 37 Millionen Euro zur Verfügung. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München ist einer der federführenden Partner des Projekts.
„Die Einführung der neuen Therapien ist ein wissenschaftlicher Durchbruch. Entscheidend ist aber, ob wir diese Fortschritte zeitnah, sicher und für alle zugänglich in die Regelversorgung bringen“, sagte Robert Perneczky, Leiter der Abteilung für Psychische Gesundheit im Alter und des Alzheimer Therapie- und Forschungszentrums des LMU Klinikums.
Im Rahmen von ACCESS-AD wollen die Forschungspartner daher ein integriertes Versorgungskonzept entlang des gesamten Krankheitsverlaufs entwickeln und damit europaweit Versorgungsstrukturen schaffen, um eine moderne personalisierte Diagnostik und Therapie zu ermöglichen.
Das Team um Perneczky übernimmt Aufgaben bei der Ausgestaltung von Diagnostikpfaden, beim Erheben und Bewerten von Patientendaten sowie bei der Umsetzung neuer Monitoringstrategien. Zudem wollen die Forschenden im Zuge von ACCESS-AD prüfen, wie wirksam und sicher die neuen Therapien gegen Alzheimer sind.
ACCESS-AD umfasst rund 30 Organisationen. Das Projekt wird gemeinsam vom Amsterdam University Medical Center, dem King’s College London, dem Unternehmen Siemens Healthineers und Gates Ventures geleitet. In Deutschland beteiligt sich auch das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) daran.
ACCESS-AD wird für fünf Jahre unter anderem durch die „Innovative Health Initiative“ der Europäischen Kommission gefördert.
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