Familienhebammen in Mecklenburg-Vorpommern helfen mehr als 400 Familien
Schwerin – Die vom Land geförderten Familienhebammen haben im Jahr 2016 nach Angaben des Sozialministeriums etwa 400 junge Familien in ihrem Alltag unterstützt. Anfang 2018 sei zusätzlich der „Fonds frühe Hilfen“ gestartet worden, teilte ein Sprecher in Schwerin mit. Damit sollen Netzwerke organisiert werden, um frühzeitig erkennen zu können, wo Eltern und Kinder Hilfe benötigen.
In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt seien mittlerweile Netzwerke mit abgestimmten Hilfsangeboten entstanden, sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) in Schwerin nach einem Treffen der Netzwerkkoordinatoren. Jährlich stünden 1,16 Millionen Euro zur Verfügung, für die Familienhebammen 500.000 Euro.
Durch das landesweite Programm Familienhebammen sollen Familien, die in irgendeiner Weise stark belastet sind, ab der 9. Woche nach der Geburt bis zum Ende des ersten Lebensjahres ihres Kindes unterstützt werden. Die Betreuung durch eine Familienhebamme oder Pflegerin sei für die Familien kostenlos. Im vergangenen Jahr waren den Angaben zufolge im Nordosten 48 Fachkräfte im Einsatz.
Nach Worten der Linken-Landtagsabgeordneten Jacqueline Bernhardt gab es bei den Familienhebammen einen Abbau. 2015 seien noch 55 im Einsatz gewesen, zusätzlich noch Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen. „Angesichts eines solchen Abbaus kann man nicht davon reden, dass das Netz der frühen Hilfen gestärkt worden wäre.“
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