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Fast jeder Zehnte in Deutschland hat eine schwere Behinderung

  • Montag, 13. Juli 2026
/blende11.photo, stock.adobe.com
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Wiesbaden – Zum Jahresende 2025 haben in Deutschland gut 7,8 Millionen Menschen mit einer schweren Behinderung gelebt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, waren somit 9,4 Prozent der Menschen in Deutschland schwerbehindert. 49,9 Prozent der Betroffenen waren Männer, 50,1 Prozent waren Frauen.

Als schwerbehindert gelten Personen, denen die Versorgungsämter einen Behinderungsgrad von mindestens 50 zuerkannt sowie einen gültigen Ausweis ausgehändigt haben. Behinderungen bestehen nach Angaben des Bundesamts vergleichsweise selten seit der Geburt oder seit dem Kindesalter, sondern entstehen meist erst im fortgeschrittenen Alter.

So war gut ein Drittel (34 Prozent oder 2,7 Millionen) der betroffenen Menschen zum Jahresende 2025 im Alter ab 75 Jahren. Etwas weniger als die Hälfte (45 Prozent oder 3,5 Millionen) gehörte der Altersgruppe von 55 bis 74 Jahren an, nur drei Prozent oder 231.000 waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Gut 91 Prozent der schweren Behinderungen wurden den Angaben zufolge durch eine Krankheit verursacht. Nur drei Prozent waren angeboren oder traten im ersten Lebensjahr auf. Etwas mehr als ein Prozent der Behinderungen waren auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen.

Körperliche Behinderungen hatten 57 Prozent der betroffenen Menschen: Bei 27 Prozent waren die inneren Organe betroffen, bei zehn Prozent waren Arme und/oder Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei weiteren neun Prozent Wirbelsäule und Rumpf.

In weiteren vier Prozent der Fälle lag Blindheit oder eine Sehbehinderung vor. Ebenfalls vier Prozent litten unter Schwerhörigkeit, Gleichgewichts- oder Sprachstörungen. Der Verlust einer oder beider Brüste war bei zwei Prozent Grund für die Schwerbehinderung.

Geistige oder seelische Behinderungen hatten 16 Prozent der schwerbehinderten Menschen, bei neun Prozent lagen zerebrale Störungen vor, also Erkrankungen und Schädigungen des Gehirns. Bei den übrigen 19 Prozent war die Art der schwersten Behinderung nicht ausgewiesen.

Bei etwas mehr als einem Fünftel der Menschen mit schwerer Behinderung (21 Prozent) war vom Versorgungsamt der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt worden. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) wiesen einen Behinderungsgrad von 50 auf.

Bei der letzten Erhebung zum Jahresende 2023 waren knapp 7,9 Millionen Menschen schwerbehindert und damit rund 27.000 mehr als zum Jahresende 2025. Die Vergleichbarkeit von 2025 mit 2023 sei allerdings aufgrund starker Bereinigung der Verwaltungsdaten in Hessen und Sachsen eingeschränkt, so das Amt.

kna

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