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Forschungsprojekt in Jena zur Krebsentstehung bei höherem Alter

  • Montag, 9. Februar 2026
/mrmohock, stock.adobe.com
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Jena – Eine Arbeitsgruppe des Leibniz-Institut für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut und der Friedrich-Schiller-Universität Jena untersucht im Zusammenhang von Krebs und Alternsprozessen die Regulation von Genen, die für ribosomale RNA (rRNA) codieren. Ziel der „KreDiT RNA“-Forschungsgruppe ist es, die eng mit dem Altern verbundenen Mechanismen der Krebsentstehung zu finden. Das Projekt wird von der Thüringer Aufbaubank über drei Jahre mit insgesamt einer Million Euro gefördert. 

Die Forschenden wollen damit den Zusammenhang zwischen Altern, rRNA-codierenden Genen und Krebs eingehend untersuchen.

Die Aktivität der rRNA-Gene steuert die Produktion von Ribosomen, den Produktionsstellen der Zelle für die Herstellung von Proteinen. Überaktive rRNA-Gene führen zu verstärktem Zellwachstum und können Tumorbildung begünstigen, während ihre Hemmung Alternsprozesse verlangsamen kann, zumindest in einfachen Modellorganismen wie Fadenwürmern.

„Eine spezifische Hemmung der rRNA-Synthese wäre laut der Arbeitsgruppe daher eine vielversprechende Krebstherapie, passende Hemmstoffe seien bisher aber klinisch noch nicht etabliert. RNA-basierte Behandlungsansätze könnten hier jedoch neue Möglichkeiten bieten.

„KreDiT RNA“ verbindet Grundlagenforschung, innovative Tiermodelle, klinische Relevanz und Nachhaltigkeit, um neue Wege in der Krebsdiagnostik und -therapie zu eröffnen“, hieß es aus Jena. 

hil

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