Frauenanteil an Habilitationen leicht gesunken

Wiesbaden – Erstmals seit zehn Jahren ist der Frauenanteil an den Habilitationen in Deutschland leicht gesunken. Im vergangenen Jahr schlossen 464 Frauen ihre Habilitation ab, wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte. Dies waren 17 weniger als ein Jahr zuvor – der Frauenanteil an den Habilitationen sank damit von 30 auf 29 Prozent. Im Jahr 2008 hatte er noch bei 23 Prozent gelegen und war seither kontinuierlich gestiegen.
Die Habilitation dient als Nachweis einer besonderen Befähigung zu Lehre und Forschung. 2017 schlossen 1.586 Wissenschaftler ihre Habilitation an deutschen Hochschulen erfolgreich ab. Die Gesamtzahl der Habilitationen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 0,3 Prozent.
Fast die Hälfte der Habilitationsverfahren wurde in der Fächergruppe Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften abgeschlossen. Es folgten die Bereiche Mathematik und Naturwissenschaften vor den Geisteswissenschaften. Im Durchschnitt waren die Habilitierten 41 Jahre alt. Elf Prozent von ihnen waren ausländische Wissenschaftler.
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