Fresenius Medical Care verdient dank Sparkurs deutlich mehr

Bad Homburg – Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) hat im Jahr 2025 auch dank seines Sparkurses einen Gewinnsprung hingelegt. Während der Umsatz leicht auf 19,6 Milliarden Euro wuchs, stieg der bereinigte Betriebsgewinn um 23 Prozent zum Vorjahr auf gut 2,2 Milliarden Euro, wie FMC in Bad Homburg mitteilte.
Dabei halfen höhere Erstattungen für Dialysebehandlungen in den USA. Zudem erzielte FMC Einsparungen von 238 Millionen Euro im vergangenen Jahr, mehr als angepeilt.
„Fresenius Medical Care hat ein Meilensteinjahr mit herausragenden Profitabilitätssteigerungen abgeschlossen“, sagte Vorstandschefin Helen Giza. Die Aktionäre sollen nun für 2025 eine leicht auf 1,49 Euro je Aktie erhöhte Dividende erhalten. Zugleich wird der Sparkurs verschärft: Bis Ende 2027 sollen die Einsparungen auf 1,2 Milliarden Euro steigen.
Giza hatte das seit gut drei Jahren laufende Spar- und Umbauprogramm nach mehreren Gewinnwarnungen in der Coronapandemie begonnen. Der Konzern, der wichtige Standorte im fränkischen Schweinfurt und saarländischen St. Wendel hat, trennte sich von Randbereichen, unrentable Kliniken wurden teils geschlossen und Tausende Stellen gestrichen.
Nach dem kräftigen Gewinnanstieg rechnet FMC im laufenden Jahr mit mehr Gegenwind. Grund ist vor allem die Einführung eines moderneren Dialysegeräts in den USA. Neben Anlaufkosten schlagen dabei Schulungen für die Belegschaft zu Buche. Chefin Giza erwartet, dass der Konzernumsatz 2026 stagniert.
FMC ist ein führender Anbieter für die Behandlung von Menschen mit chronischer Nierenerkrankung. In rund 3.600 Dialysezentren betreut das Unternehmen weltweit etwa 292.000 Patienten und bietet Produkten wie Dialysegeräte und Dialysefilter an. Der Konzern ist vom Klinik- und Gesundheitskonzern Fresenius getrennt, dieser ist aber mit gut 32 Prozent der Anteile größter Aktionär bei FMC.
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