Ausland

Ganz Spanien und weitere Teile Kroatiens nun Coronarisikogebiet

  • Donnerstag, 3. September 2020
/picture alliance, Clara Margais
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Berlin – Spanien gilt nun komplett als Coronarisikogebiet. Wegen der gestiegenen Zahl von Neuinfektionen auf den Kanarischen Inseln stuften die zuständigen Bundesministe­rien für Innen und Gesundheit sowie das Auswärtige Amt auch die Region im Atlantik als Risikogebiet ein.

Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte gestern eine aktualisierte Liste der be­troffe­nen Länder und Regionen. Unmittelbar danach sprach das Auswärtige Amt (AA) auf dieser Grundlage eine Reisewarnung aus.

Zentrales Kriterium für die deutsche Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Auf den Kanaren sind es bereits 95,71.

Die Inselgruppe vor der Westküste Afrikas war die letzte Region Spaniens, die noch nicht als Risikogebiet galt. Vor Reisen in den Rest des Landes samt Mallorca warnt das Aus­wärtige Amt bereits seit Mitte August.

Über die Risikogebiete führt das RKI eine Liste, die fortlaufend aktualisiert wird. Sie um­fasst derzeit etwa 130 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA. Seit gestern ist auch mit dem Verwaltungsbezirk (Gespanschaft) Zadar eine weitere kroatische Region hinzugekommen.

Zuvor galt bereits eine Reisewarnung der Bundesregierung für die beiden südlichen Ver­waltungsbezirke, die Gespanschaften Sibenik-Knin mit dem Nationalpark Krka sowie Split-Dalmatien mit der Hafenstadt Split und den Inseln Brac und Hvar.

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet derzeit, dass für heimkehrende Urlauber eine Test­pflicht auf das Coronavirus SARS-CoV-2 greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

dpa

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