Gerinnungsfaktor VIIa bei intrazerebraler Blutung ohne Vorteile in Phase-3-Studie

Cincinnati – Die Gabe von rekombinantem Faktor VIIa innerhalb von 2 Stunden nach Beginn einer intrazerebralen Blutung könnte zwar das Hämatomwachstum verringern, verbesserte in einer Phase-3-Studie die funktionellen Ergebnisse jedoch nicht. Die Gabe des Gerinnungsfaktors war mit einem geringfügig erhöhten Risiko lebensbedrohlicher thromboembolischer Ereignisse verbunden. Das berichtet eine internationale Arbeitsgruppe im Fachmagazin Lancet (2026, DOI: 10.1016/S0140-6736(26)00097-8).
Bei einer spontanen intrazerebralen Blutung ist eine rasche Blutstillung ein zentrales therapeutisches Ziel. Frühere Studien zeigten, dass rekombinanter Faktor VIIa das Fortschreiten der Blutung verlangsamen kann, bislang ließ sich daraus laut der Arbeitsgruppe jedoch kein konsistenter klinischer Nutzen ableiten. Zudem besteht bei hämostatischen Therapien ein bekanntes Risiko thromboembolischer Komplikationen.
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