Gesundheit und Migration hängen für Spahn zusammen

Abuja – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Migration und Gesundheit eng miteinander verbunden. „Ohne Perspektiven auf Arbeit, Gesundheit und Sicherheit werden sich viele, zu viele auf den Weg in andere Regionen machen“, sagte er vorgestern zum Abschluss seiner viertägigen Afrika-Reise in der nigerianischen Hauptstadt Abuja. Das gelte auch für Infektionskrankheiten wie Ebola.
Spahn sagte, Deutschlands Engagement im Kampf gegen Ebola und bei Präventionsmaßnahmen habe nicht nur humanitäre Gründe, sondern geschehe auch aus eigenem Interesse. „Per Flieger“ könne sich die Krankheit schnell in andere Weltregionen ausbreiten.
Deutschland wird den Kampf der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen Ebola mit weiteren drei Millionen Euro unterstützen; eine weitere Million geht an die Afrikanische Union (AU).
Vor Nigeria hatte Spahn Äthiopien, Ruanda und den Osten des Kongo besucht. Zu den zentralen Themen der Reise gehörte neben dem Ebolaausbruch auch Migration. Die größte Migration geschehe innerhalb der Länder und innerhalb des afrikanischen Kontinents. Er wolle dafür werben, „dass wir in Europa auch diese Perspektive sehen“.
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