Gonarthrose: Katheter-Embolisation von Kniearterien kann Schmerzen lindern

Berlin – Eine gezielte Verödung von entzündeten Blutgefäßen im Bereich des Kniegelenks, die minimal-invasiv mit einem Katheter von der Hüfte aus erfolgt, hat in einer offenen Studie die Schmerzen von Menschen mit Gonarthrose über mindestens 12 Monate gelindert. Das berichten Medizinerinnen und Mediziner der Berliner Charité in Radiology (2026; DOI: 10.1148/radiol.253312).
Die Rationale der Genikulararterienembolisation (GAE) ist die Erkenntnis, dass eine Arthrose nicht einfach eine passive Verschleißerscheinung des Gelenks ist, sondern Entzündungsprozesse zumindest an der Entstehung der Schmerzen beteiligt sind. Die Entzündung geht mit einer Neubildung von Blutgefäßen (Neovaskularisierung) in der Umgebung des Kniegelenks einher, die sich bei einer Katheteruntersuchung als lokale Hyperämie („blushing“) darstellen lässt.
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