Greifswald Teil eines EU-Projekts zur Bekämpfung von Hirnmetastasen

Greifswald – Die Universitätsmedizin Greifswald beteiligt sich an dem europäischen Forschungsprojekt „STAR-MBM“ zur Bekämpfung von Hirnmetastasen.
Die Europäische Union fördert das Vorhaben der Partner aus Deutschland, Ungarn, Norwegen und Österreich im Rahmen von Horizont Europa. Im Fokus steht die Widerstandsfähigkeit von durch schwarzen Hautkrebs entstandenen Hirnmetastasen.
Vom Primärtumor eingedrungene Tumorzellen können über Jahre hinweg unbemerkt im Gehirn überdauern. In der Krebstherapie sind sie eine besondere Herausforderung, weil sich die Metastasen oft stark voneinander unterscheiden, unterschiedlich auf Therapien reagieren und Resistenzen entwickeln.
Im Forschungsprojekt STAR-MBM will das internationale Forschungsteam nachvollziehen, wie Resistenzen der Hirnmetastasen gegen die Behandlung entstehen und wie sie überwunden werden.
Das Greifswalder Team um Josefine Radke, Leiterin des Instituts für Molecular Genomics, untersucht dazu die räumliche Organisation der Hirnmetastasen und ihr Zusammenspiel mit den umliegenden Zellen. „Gerade Hirnmetastasen zeigen, warum das gesamte molekulare Verständnis bei einer Krebserkrankung so entscheidend ist“, erläutert sie.
Die Forschenden wollen unter anderem räumliche Transkriptom-Analysen und Sequenzierungen nutzen, um Mutationen zu identifizieren, die mit einer erworbenen Resistenz gegen aktuelle Medikamente in Zusammenhang stehen. Auf dieser Grundlage wollen die Arbeitsgruppen neue Kombinationstherapien testen.
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