Grüne fordern weitere Maßnahmen im Kampf gegen Crystal Meth
Dresden – Die Grünen in Sachsen fordern von der Staatsregierung mehr Engagement im Kampf gegen Crystal Meth. Die Zahl der Abhängigen in Sachsen stagniere auf hohem Niveau, sagte Fraktionschef Volkmar Zschocke heute in Dresden. Die Beantwortung einer Großen Anfrage seiner Fraktion zeige, dass der Zehn-Punkte-Plan der Staatsregierung zur Prävention und Bekämpfung des Crystal-Meth-Konsums in Sachsen „bisher keine Erfolgsgeschichte“ sei.
Zschocke bemängelte fehlende stationäre Therapieplätze in Haftanstalten, besonders für Eltern mit Kind. Die Polizei verfüge nicht über eine ausreichende personelle und technische Ausstattung zur Crystal-Bekämpfung. Darüber hinaus habe sich die Zahl der festgestellten Crystal-Delikte deutlich verringert und es gebe neue Problemstellungen wie der Anstieg der Fälle von durch Crystal-Meth geschädigten Neugeborenen.
Zschocke forderte, dass die seit 2015 entstandenen Suchthilfeprojekte auch im Doppelhaushalt 2019/20 weiter gefördert werden müssten. Zudem dürfe die Suchthilfe nicht nach der durchschnittlichen Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis bemessen werden. „Die Regionen in Grenznähe und die Großstädte Dresden und Leipzig müssen auf die hohe Zahl der Hilfesuchenden reagieren können, ohne draufzuzahlen“, sagte er.
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