Haftstrafen für Abrechnungsbetrug mit Röntgenkontrastmitteln
Hamburg – Im Prozess um einen Millionenbetrug mit Röntgenkontrastmitteln hat das Hamburger Landgericht Haftstrafen verhängt. Ein ehemaliger Geschäftsführer der inzwischen insolventen Radiologie-Gesellschaft Hanserad wurde heute zu viereinhalb Jahren verurteilt. Ein mitangeklagter Apotheker erhielt fünf Jahre.
Die Strafkammer blieb damit unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die sieben und acht Jahre Gefängnis gefordert hatte.
Nach Überzeugung des Gerichts machten sich die beiden Männer des gewerbsmäßigen Betrugs in 26 Fällen strafbar. Zudem hätten sie in weiteren zehn Fällen Beihilfe geleistet. Für die Krankenkassen entstand einen Schaden von acht Millionen Euro. Der Verteidiger des Apothekers kündigte Revision an.
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