Ärzteschaft

Hamburg: Psychotherapeutische Angebote für Kinder und Jugendliche weiterhin stark nachgefragt

  • Dienstag, 19. Dezember 2023
/Studio Romantic, stock.adobe.com
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Hamburg – Ambulante psychotherapeutische Angebote für Kinder und Jugendliche werden in Hamburg auch nach der Pandemie weiterhin stark nachgefragt. Das zeigt eine Umfrage der Psychotherapeutenkammer Hamburg.

71,2 Prozent der Befragten berichteten darin über eine Erhöhung der Nachfrage in ihren Tätigkeitsbereichen um durchschnittlich 36,4 Prozent. Den stärksten Anstieg gab es laut der Umfrage bei psychischen Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen und Essstörungen.

An der Online-Umfrage nahmen 129 Mitglieder der Psychotherapeutenkammer Hamburg mit Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut oder -therapeutin teil. Bereits im Frühjahr 2022 hatte die Psychotherapeutenkammer Hamburg ihre Mitglieder zur Situation der psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen befragt.

„Die hohe Nachfrage im letzten Jahr war leider kein vorübergehendes Phänomen, sondern scheint sich zu stabilisieren“, kommentierte die Präsidentin der Psychotherapeutenkammer Hamburg, Heike Peper, die Ergebnisse der aktuellen Erhebung.

Darin gaben zudem über die Hälfte der befragten Kammermitglieder an, dass sich die Überbrückungszeiten bis zu einer Therapie beziehungsweise bis zur Beratung verlängert hätten.

Die Psychotherapeutenkammer Hamburg fordert angesichts dieser Entwicklungen eine Reform der Bedarfsplanungsrichtlinie, um die Versorgungssituation von Kindern und Jugendlichen in der ambulanten Psychotherapie zu verbessern. „Für Kinder und Jugendliche besteht ein besonderer Bedarf, dem wir nur mit einer eigenen Versorgungsplanung gerecht werden“, sagte Peper.

Wichtig sind laut der Kammer außerdem mehr präventive und niedrigschwellige psychosoziale Angebote für Kinder und Jugendliche, um psychische Belastungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Hilfe anzubahnen.

hil

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