Hartmannbund mahnt umfassende Gesundheitsstrategien an

Berlin – Gesundheit entsteht nicht erst in der Klinik oder Praxis, sondern dort, wo Menschen leben, arbeiten, lernen und wohnen, also in ihrem Alltag. Der Hartmannbund (HB) fordert daher, im Rahmen eine sogenannten „Health-In-All-Policies-Ansatzes“, also einem Ansatz für alle Politikfelder, Gesundheitsaspekte bei politischen Entscheidungen stets mitzudenken und gesundheitsfördernde Lebensumstände in Deutschland zu schaffen.
„Es reicht nicht, Gesundheit nur im Gesundheitssektor zu adressieren – wir müssen sie in alle politischen Entscheidungen integrieren“, betonte Volker Harth, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheitsdienste im HB bei der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises.
Besonders auf kommunaler Ebene eröffneten sich große Chancen, gesundheitsrelevante Lebensbedingungen zu verbessern, zum Beispiel bei der Stadtentwicklung, Verkehrs- oder Bildungspolitik.
Der Arbeitskreis sieht in dem Ansatz einen strategisch notwendigen Ansatz, um Prävention zu stärken, gesundheitliche Ungleichheit zu verringern und das Gesundheitssystem langfristig zu entlasten.
Dazu fordert der Arbeitskreis verbindliche politische Strategien auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene sowie eine ausreichende finanzielle und personelle Ausstattung für integrierte Gesundheitsförderung.
„Mit Health-in-All-Policies kann ein nachhaltiger Beitrag zur Stärkung der öffentlichen Gesundheit und zur Verbesserung gesundheitlicher Chancengleichheit geleistet werden“, so Harth.
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