Hausärztevertrag in Bayern wird erweitert

München – Der Bayerische Hausärztinnen- und Hausärzteverband (BHÄV) und die AOK Bayern haben neue Leistungen des gemeinsamen Hausärztevertrages vereinbart. Dazu gehört mehr Förderung für akademisch ausgebildete nichtärztliche Fachkräfte in den Praxen sowie bei Hausbesuchen. Außerdem werden die Praxen bei der Finanzierung von telemedizinischen Geräten unterstützt, mit denen Gesundheitsdaten direkt beim Patienten vor Ort erhoben und an die Praxis übermittelt werden können. Insgesamt stehen dafür zusätzlich vier Millionen Euro im Jahr zur Verfügung.
„Mit der Weiterentwicklung des Hausarztvertrags stellen wir gemeinsam mit dem BHÄV die Weichen für eine zukunftssichere hausärztliche Versorgung“, sagte die Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Irmgard Stippler. Gerade der Einsatz der Primary Care Manager entlaste die Praxen spürbar und sei zusammen mit dem digitalen Ausbau der Versorgungspfade ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Primärversorgungssystem, betonte sie.
Eine weitere Neuerung im Hausarztvertrag von AOK Bayern und BHÄV ist die Förderung des Einsatzes von AOK-Coaches – etwa zu Bluthochdruck und Diabetes Mellitus Typ II – in der hausärztlichen Versorgung.
„Die neu verhandelten Leistungen stärken das hausärztliche Betreu-Team. Mit einem hochqualifizierten Team können Hausärztinnen und Hausärzte mehr Patienten mit gewohnt hoher Qualität versorgen. Die Vergütung delegativer Leistungen ermöglicht es gerade auch Einzelpraxen im ländlichen Raum, die mit einem hohem Patientenaufkommen konfrontiert sind, eine wohnortnahe hausärztliche Versorgung auf gleichbleibend hohem Niveau weiterhin zu gewährleisten“, sagte der BHÄV-Vorsitzende, Wolfgang Ritter.
Der BHÄV unterhält Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung mit verschiedenen Krankenkassen – neben der AOK auch mit der Barmer, der Techniker Krankenkasse und anderen.
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