Politik

Hausarztmangel: Erste Ergebnisse zu „Häppi-Praxen“

  • Freitag, 27. Februar 2026
Eine Praxismitarbeiterin schaut sich an einem Computer in einer Hausarztpraxis Anrufe an, die eine Künstliche Intelligenz angenommen hat. /picture alliance, Mona Wenisch
Eine Praxismitarbeiterin schaut sich an einem Computer in einer Hausarztpraxis Anrufe an, die eine Künstliche Intelligenz angenommen hat. /picture alliance, Mona Wenisch

Mainz – Viele Hausarztpraxen sind wegen Medizinermangels überlastet. Als ein Ausweg sind in Rheinland-Pfalz im zweiten Halbjahr 2025 sogenannte „Häppi-Praxen“ auf dem Land getestet worden. Dabei geht es um Digitalisierung und Delegieren mit dem Ziel der Entlastung.

Sechs der sieben beteiligten Praxen wollen mit der zum Projekt gehörenden KI-Telefonassistenz weitermachen, wie das Gesundheitsministerium (MWG RLP), der Hausärzteverband und die AOK in Mainz gemeinsam mitteilten. Die genaue Evaluierungsphase hat aber erst begonnen. Mit endgültigen Ergebnissen wird im Mai gerechnet.

Ziel des Projekts ist es, die Praxen mit neuen Teamstrukturen und digitalen Instrumenten zu entlasten und für die Zukunft gut aufzustellen. Dazu gehört die KI-basierte Telefonassistenz für die Kommunikation mit den Patienten bei der Vergabe von Terminen oder Rezeptwünschen.

„Digitalisierung ist per se kein ‚Allheilmittel‘“, sagt die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Rheinland-Pfalz, Barbara Römer. „Sie führt dann zum Erfolg, wenn sie gut den individuellen Bedürfnissen der jeweiligen Praxis und deren Patientenstamm entgegenkommt und ein Mehrwert in der Anwendung gesehen wird.“ Dies sei mit der neuen Kommunikationsform in den Pilotpraxen überwiegend „sehr gut“ gelungen.

Metadaten aus der KI-Telefonassistenz ermöglichten jetzt Analysen der Kommunikationsprozesse zwischen Patienten und Praxen. Die Erfahrung der Praxen mit der Delegation von Aufgaben an nicht ärztliche Fachkräfte fließen in die Bilanz des Projekts mit ein.

dpa

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