Hilfsorganisationen rufen zur Solidarität mit Haiti auf
Köln/Berlin – Deutsche Hilfsorganisationen appellieren für Solidarität mit den Erdbebenopfern in Haiti. Unter dem Motto „Hoffnung für Haiti“ fordert Unicef Deutschland mit Aktionen im Internet, über SMS, Spendentelefone und lokale Veranstaltungen die Bevölkerung zur Solidarität auf. „Wir brauchen einen langen Atem, um die Grundversorgung der Kinder sicherzustellen. Aber Hilfe ist nicht unmöglich“, sagt Rudi Tarneden, Sprecher von Unicef Deutschland.
So wollen die ehrenamtlichen Unicef-Gruppen bundesweit heute ein Zeichen der Solidarität setzen. Weil um 17 Uhr Ortszeit in Haiti die Erde bebte, zünden sie heute um 17 Uhr an zentralen Plätzen in ihren Städten Kerzen für die Erdbebenopfer an und rufen zu fünf Schweigeminuten auf.
Helfen kann man auch per SMS mit dem Stichwort Unicef an die Telefonnummer 81190. Von fünf Euro je SMS gehen 4,83 Euro direkt an Unicef für die Nothilfe in Haiti. Zudem ruft Unicef dringend zu Spenden für die Kinder in Haiti auf: Konto: 300000, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 37020500, Stichwort: Haiti.
„Ärzte ohne Grenzen“ fordert unterdessen, den Frachtflugzeugen der Organisation mit lebensrettenden medizinischen und chirurgischen Materialien an Bord eine Landeerlaubnis in Port-au-Prince zu erteilen. Dies dringend notwendig, um Tausende Verwundete, die auf einen lebensnotwendigen chirurgischen Eingriff warten, behandeln zu können.
Ein Frachtflugzeug von Ärzte ohne Grenzen mit einem aufblasbaren chirurgischen Krankenhaus an Bord durfte am Samstag nicht in Port-au-Prince landen und musste nach Samana in die Dominikanische Republik ausweichen. Lastwagen transportieren nun das gesamte Material aus der Maschine, wodurch sich die Ankunft des Krankenhauses um weitere 24 Stunden verzögert.
„Flugzeugen mit lebensrettender Ausrüstung und medizinischem Personal an Bord muss sofort Priorität eingeräumt werden“, fordert die Hilfsorganisation.
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