Honorarvertrag für 2013: Plus 3,7 Prozent für niedergelassene Ärzte in Hessen
Frankfurt/M. – Verhalten zufrieden mit dem Honorarvertrag für 2013 ist die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen. Vor dem Schiedsamt einigten sich die Vertragspartner auf ein Plus von 3,7 Prozent für die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten im Land. „Das durch das Landesschiedsamt festgelegte Ergebnis ist auf den ersten Blick nicht schlecht und lässt uns auch im Vergleich mit den anderen KVen recht gut dastehen“, sagte der KV-Vorsitzende Frank Dastych.
Allerdings beruhten nur 13 Prozent des Honorarzuwachses auf einem wirklichen Verhandlungsergebnis zwischen KV und Kassen. Alles Weitere sei nur auf Druck des Schiedsamts zustande gekommen. „Das dokumentiert eindrucksvoll, wie wenig die hessischen Kassen bereit sind, Verantwortung für ihre Versicherten zu übernehmen“, so Dastych.
In seinem Statement auf der Jahrespressekonferenz nahm der KV-Vorsitzende in diesem Zusammenhang Stellung zu den Plänen der Großen Koalition, eine Servicestelle bei den KVen einzurichten, die sich um die Vermittlung von Facharztterminen innerhalb von vier Wochen kümmert: „Ohne klare Vorgaben, wer überhaupt in den Anspruch dieser Vierwochenfrist kommt, was der Patient selbst an Vorleistungen zu erbringen hat, wie das nachgewiesen werden soll, und so weiter wäre der Aufwand sicher exzessiv“, warnte Dystich.
Es sei davon auszugehen, dass sich Patienten nach Belieben an diese Servicestelle wenden würden. Die Servicestelle müsse dann „zigtausend Termine pro Quartal“ vermitteln. Die Kosten für eine solche hessenweite Servicestelle würden allein für Hessen im Millionenbereich liegen“, so der KV-Vorsitzende. Sein Fazit: „Eine völlig absurde Vorstellung!“
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