Impfallianz stellt 50 Millionen Dollar gegen Ebola bereit

Genf – Angesichts der Ebola-Epidemie im Osten Afrikas stellt die Impfstoffallianz Gavi 50 Millionen US-Dollar (43 Millionen Euro) bereit. Das teilte die Organisation heute in Genf mit.
Während zehn Millionen US-Dollar für die direkte Bekämpfung des Ausbruchs bestimmt sind, sollen 40 Millionen Dollar den Zugang zu künftigen Impfstoffen beschleunigen. Das Geld werde es ermöglichen, nach ersten positiven klinischen Tests vielversprechende Mittel gegen das Bundibugyo-Virus noch vor der offiziellen Zulassung unter strengen Auflagen einzusetzen.
„Auch wenn wir noch ein Stück davon entfernt sind, einen sicheren und wirksamen Impfstoff gegen das Bundibugyo-Virus zu haben, müssen wir jetzt handeln, um sicherzustellen, dass die Hersteller in der Lage sind, mit der Produktion in großem Maßstab zu beginnen, sobald ein oder mehrere Impfstoffkandidaten bereitstehen“, erklärte Gavi-Chefin Sania Nishtar.
Der betreffende Notfallfonds ist nach Angaben von Gavi der einzige weltweit anerkannte Mechanismus, der eine industrielle Produktion von Impfstoffen ermöglicht, die sich noch in der Entwicklung befinden und deren Erfolg ungewiss ist.
Gestern hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitgeteilt, dass vier Krankenpflegerinnen in der Demokratischen Republik Kongo von einer Infektion mit der Ebola-Virusvariante genesen seien. Zuvor hatte ein Labormitarbeiter eine Erkrankung überlebt. Ein Vertreter der kongolesischen Gesundheitsbehörden sprach von einem ersten Sieg. Gegen das Bundibugyo-Virus gibt es noch keine Impfung und keine Medikamente.
Bislang sollen an der Ebola-Variante im Kongo und im benachbarten Uganda 349 Menschen gestorben sein; nur ein Teil der Fälle ist offiziell bestätigt. Die Zahl der mutmaßlich an dem Virus Erkrankten liegt über 1.100.
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