Vermischtes

Impfquoten bei bayerischen Einschulungskindern auf hohem Niveau

  • Mittwoch, 8. Juli 2026
/klavdiyav, stock.adobe.com
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München – Die meisten Kinder in Bayern sind bei Einschulung ausreichend geimpft. Das zeigt der neue Gesundheitsreport „Update Impfstatus der Kinder“ des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

„Es ist erfreulich, dass die Impfquoten bei eingeschulten Kindern in den letzten Jahren nicht nur stabil geblieben, sondern zum Beispiel bei Masern, Mumps und Röteln sogar gestiegen sind“, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). Trotz dieser positiven Entwicklung bleibe es ein dringendes Anliegen, den Impfschutz in Bayern noch weiter zu steigern.

Der Report fasst alle Impfdaten der in Bayern zum Schuljahr 2023/2024 eingeschulten Kinder zusammen. Danach stiegen die Impfquoten bei Masern, Mumps und Röteln von jeweils gut 92 Prozent zum Schuljahr 2018/2019 auf rund 97 Prozent zum Schuljahr 2023/2024.

Die Impfquoten für Polio, Diphtherie, Tetanus, Haemophilus influenzae Typ b und Keuchhusten fielen laut Daten der Schuleingangsuntersuchung um rund ein Prozent niedriger aus als in den Vorjahren. Die Impfquote gegen Polio lag beispielsweise 2023/2024 bei 94,6 Prozent, gegen Diphtherie 2023/2024 bei 94,3 Prozent.

„Bei dieser Datenerhebung sind auch Angaben von jüngeren Kindern im Alter zwischen vier und fünf Jahren enthalten, da Kinder im Rahmen der reformierten Schuleingangsuntersuchungen nun früher untersucht werden. Dies kann sich in den geringfügig niedrigeren Quoten widerspiegeln“, erläuterte Gerlach.

Nachholbedarf gibt es bei der Impfung gegen humane Papillomviren (HPV): Im Jahr 2024 waren nur 49 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 29 Prozent der 15-jährigen Jungen vollständig geimpft.

„Die HPV-Impfung schützt nicht nur die geimpfte Person, sondern senkt auch das Infektions- und damit Erkrankungsrisiko für spätere Partnerinnen und Partner. Je mehr Kinder geimpft sind, desto deutlicher reduziert sich langfristig die Zahl der HPV-bedingten Krebserkrankungen in Deutschland“, betonte der Präsident des LDL, Christian Weidner.

Auch bei der Impfung gegen die durch Zecken übertragbare Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) hat der Gesundheitsreport Nachholbedarf ergeben. Hier wiesen erst 42 Prozent der bayerischen Einschulungskinder eine abgeschlossene Grundimmunisierung bestehend aus drei Impfungen auf, obwohl fast ganz Bayern als FSME-Risikogebiet eingestuft ist.

Der Bericht zeigt außerdem, dass es bei den Impfquoten der Einschulungskinder kaum Geschlechtsunterschiede gibt. Auch die Impfquoten von Kindern aus eingewanderten Familien unterscheiden sich nur geringfügig von den Impfquoten der Kinder aus länger ansässigen Familien.

hil

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