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In der Wintersaison 2025/26 fast 23.000 Todesfälle durch schwere akute respiratorische Infektionen

  • Freitag, 2. Oktober 2026
/darkclearsky, stock.adobe.com
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Berlin – Im vergangenen Winter gab es in Deutschland rund 180 Millionen akute Atemwegserkrankungen, darunter Influenza, COVID-19, Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV), Rhinoviren oder saisonalen Coronaviren. Das berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem ersten Saisonbericht mit einer Gesamtbetrachtung der akuten respiratorischen Erkrankungen.

Danach hatten Kleinkinder im Durchschnitt 4,6 akute Atemwegserkrankungen, Erwachsene ab 60 Jahren im Schnitt 1,3. Im ambulanten Bereich gab es circa 37 Millionen Arztbesuche aufgrund einer ARE, im stationären Bereich wurden circa 429.000 Fälle von schweren akuten respiratorischen Infektionen (SARI) in Kliniken behandelt, rund 22.700 von ihnen starben.

Trotz dieser Bilanz ordnet das RKI die Wintersaison 2025/26 insgesamt als moderat ein. Auf Bevölkerungsebene sowie im ambulanten und stationären Bereich wurden weniger Erkrankungen als in den beiden vorherigen Wintersaisons beobachtet. Auch die Höchstwerte blieben unter denen der Vorsaisons. Der Höhepunkt der Atemwegserkrankungen lag Ende Januar beziehungsweise Anfang Februar 2026 und fiel mit dem Höhepunkt der Grippewelle zusammen.

Diese begann laut dem Report Ende November 2025 und dauerte 15 Wochen. Nach Schätzungen auf Grundlage der Bevölkerungssurveillance erkrankten während dieser Zeit rund zwölf Millionen Menschen an Influenza – etwa 14 Prozent der Bevölkerung. Das Geschehen wurde nahezu vollständig durch Influenza-A-Viren geprägt.

Hochgerechnet wurden in der Wintersaison rund 105.000 SARI-Fälle mit einer Influenzadiagnose stationär behandelt, ähnlich viele wie im Vorwinter. Bei Kindern unter fünf Jahren und Menschen ab 60 Jahren lag die Zahl jedoch über derjenigen der beiden Vorsaisons. Etwa neun Prozent der SARI-Fälle mit Influenza benötigten eine intensivmedizinische Behandlung.

Die Mortalitätssurveillance ergab für die Wintersaison schätzungsweise 16.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza- und RSV-Infektionen. Im Vorwinter waren es etwa 19.000 gewesen. Eine getrennte Zuordnung zu den beiden Erregern ist nach Angaben des RKI im Rahmen der Mortalitätssurveillance nicht möglich. Die meisten dieser Todesfälle betrafen Menschen ab 85 Jahren.

Die RSV-Aktivität war in den meisten Überwachungssystemen etwas höher als im Vorwinter. Während der 14-wöchigen RSV-Welle wurden rund 7,9 Millionen akute Atemwegserkrankungen durch RSV geschätzt. In der gesamten Wintersaison wurden hochgerechnet etwa 34.000 SARI-Fälle mit RSV-Diagnose stationär behandelt. Besonders betroffen waren Säuglinge und Kleinkinder. Bei Säuglingen lag die Zahl der Arztkonsultationen mit RSV-Diagnose allerdings unter derjenigen des Vorwinters und betrug nur etwa die Hälfte des Wertes der Saison 2023/24.

COVID-19 ging laut der Auswertung im Vergleich zu den beiden Vorjahren zurück. Für die Wintersaison 25/26 schätzt das RKI rund 15 Millionen akute Atemwegserkrankungen durch SARS-CoV-2 und etwa 22.000 stationär behandelte SARI-Fälle mit COVID-19-Diagnose.

Über den gesamten Zeitraum vom Sommer 2025 bis zum Ende der Wintersaison entfielen mehr als 80 Prozent der SARI-Fälle mit COVID-19 auf Menschen ab 60 Jahren. Rund 14 Prozent benötigten eine intensivmedizinische Behandlung.

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