Industrie produziert weniger Zuckergetränke

Wiesbaden – Auch ohne Zuckersteuer ist die Produktion zuckerhaltiger Getränke in Deutschland im vergangenen Jahr zurückgegangen. Es wurden 7,42 Milliarden Liter zuckerhaltige Cola, Limonaden und andere Erfrischungsgetränke hergestellt, wie das Statistische Bundesamt berichtet.
Das waren 4,1 Prozent weniger als 2024 und entsprach einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von rund 89 Litern. Im Jahr zuvor waren es knapp vier Liter mehr gewesen.
Gleichzeitig stieg die Produktion sogenannter Light-Erfrischungsgetränke. 2025 wurden 1,61 Milliarden Liter Cola und Limonaden mit Süßstoff hergestellt. Das waren 5,1 Prozent mehr als 2024 und eine rechnerische Pro-Kopf-Produktion von 19 Litern, rund ein Liter mehr als im Jahr zuvor.
Die Bundesregierung hat die Einführung einer Zuckersteuer im kommenden Jahr verabredet. Das entsprechende Gesetz ist aber noch nicht verabschiedet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde 2024 in 116 Staaten der Erde eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke erhoben.
Befürworter erhoffen sich eine Reduzierung des Konsums mit positiven gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung. Hoher Zuckerkonsum erhöht das Risiko für Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Der Star unter den Erfrischungsgetränken bleibt aber ohnehin das Mineralwasser: 13,07 Milliarden Liter Mineral-, Tafel- und Heilwasser bedeuteten 157 Liter Jahresproduktion pro Kopf und eine Zunahme um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
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