Infektionsmodellierung: Forschungsförderung für Forschungsnetz

Berlin/Halle – Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das von der Universitätsmedizin Halle koordinierte Modellierungsnetz für schwere Infektionskrankheiten (Monid). In einer zweiten Förderphase stehen dafür bis Ende 2029 rund 17 Millionen Euro für das gesamte Netz bereit.
„Infektionskrankheiten zählen weltweit zu den größten Herausforderungen. Wissenschaftliche Modelle können dazu beitragen, ihre Verbreitung vorherzusagen, Risiken besser einzuschätzen und geeignete Schutzmaßnahmen zu entwickeln“, hieß es von der Universitätsklinik Halle.
In sieben neuen Forschungsverbünden sollen Arbeitsgruppen im Rahmen von MONID Fragestellungen rund um die Diagnose, Modellierung, Behandlung und Prävention von verschiedenen Erkrankungen erforschen.
Während sich die Arbeit bislang vor allem auf Atemwegserkrankungen konzentrierte, sollen die Arbeitsgruppe jetzt auch vektorübertragenen Infektionskrankheiten in den Blick nehmen – also solche, die beispielsweise durch Zecken oder Mücken verbreitet werden.
Monid ist auch als Anlaufstelle für die Beratung von Politik, Gesundheitsbehörden und der Öffentlichkeit konzipiert. Die Universitätsmedizin Halle übernimmt dafür die Koordinierungsstelle.
Sie organisiert den wissenschaftlichen Austausch zwischen den beteiligten Forschungseinrichtungen, unterstützt gemeinsame Infrastruktur- und Lehrangebote und organisiert die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern im Bereich der Infektionsmodellierung.
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