Influenzaimpfung: Gemeinsamer Aufruf von bayerischen Ärzten und Politik

München – Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Bayerns Ärzte haben die Bürger zur Grippeimpfung aufgerufen. „Neben dem Kampf gegen das Coronavirus dürfen wir die klassische Grippe nicht unterschätzen“, sagte Holetschek gestern. „Die Erkältungssaison beginnt jetzt.“
Gegen Grippe impfen lassen sollten sich vor allem Menschen ab 60, werdende Mütter ab dem zweiten Drittel ihrer Schwangerschaft, Menschen mit Grunderkrankungen sowie medizinisches Personal, sagte Holetschek.
Nach Angaben der Ständigen Impfkommission (STIKO) könne gleichzeitig gegen Grippe und Corona geimpft werden. „Das ist eine gute Gelegenheit für alle, die noch nicht gegen COVID-19 immunisiert sind, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“, warb Holetschek.
Die Landesärztekammer (BLÄK) fürchtet eine kombinierte Infektionswelle von COVID-19 und Erkältungskrankheiten. Wenn sich COVID-19, Virusgrippe und sonstige Erkältungskrankheiten massenhaft gemeinsam einstellten, könne es zur Überlastung von Praxen, Krankenhäusern und auch Intensivstationen kommen, warnte Ärztekammerpräsident Gerald Quitterer.
Im Herbst und Winter 2020 war eine Grippewelle ausgeblieben. Es gab nur 78 Fälle, mutmaßlich auch wegen der Coronabeschränkungen. 2019/2020 waren dagegen noch 55.231 Grippeinfektionen gemeldet worden.
„Die Grippe kann dieses Jahr wieder zurückkehren“, mahnte Holetschek. Fachleute fürchten, dass es in diesem Herbst wieder eine größere Grippewelle geben könnte.
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