Innovationsfonds fördert zwölf Leitlinienprojekte

Berlin – Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) wird die Arbeit an zwölf Leitlinien fördern. Das geht aus der neuen Projektdatenbank des Ausschuss hervor, die heute veröffentlicht wurde. Gefördert wird zum Beispiel eine S3-Leitlinie „Epidemiologie, Diagnostik und Therapie der erektilen Dysfunktion“ unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU).
Das Klinikum der Ludwigs-Maximilians-Universität München leitet ein Leitlinienprojekt zum Management von tiefen Kariesläsionen und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die Entwicklung einer neuen S3-Leitlinie „Kopfschmerzen in der Hausarztpraxis“.
Um „Evidenz- und konsensbasierte Indikationskriterien zur Hüft- und Knieendoprothese“ geht es in einem Leitlinienprojekt der Technischen Universität Dresden und um ein Update der Leitlinie „Chronischer Unterbauchschmerz der Frau“ in einem Projekt der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG).
Besonderes Augenmerk auf die Weiterentwicklung von Leitlinien und deren Implementierung legen Projekte zur S3-Leitlinie Stimulanzien-bezogene Störungen (Technische Universität Dresden), zur Einbeziehung von Patienten und anderen in die präventive Infektionsmedizin in stationären und ambulanten Einrichtungen (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), zur S3-Leitlinie Periprothetische Frakturen nach Hüft-, Knie- und Schultergelenksersatz (Universitätsmedizin Rostock), zur S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Skabies“ (Charité Universitätsmedizin Berlin) sowie zur S3-Leitlinie „Kindesmisshandlung, -missbrauch, -vernachlässigung“ (Deutsche Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin).
Leitlinien zur Erstversorgung durch nichtärztliches medizinisches Fachpersonal und zur Steuerung von Patienten in der Notfall- und Akutmedizin widmen sich das Projekt „Ambulante aufsuchende Akutversorgung: Kompetenzen und Tätigkeiten nichtärztlicher Gesundheitsfachpersonen“ (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und das Projekt „S3-Leitlinie standardisierte Ersteinschätzung zur Steuerung in der Notfall- und Akutversorgung am Krankenhausstandort und in integrierten Notfallstrukturen“ (Charité Universitätsmedizin Berlin).
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