Hochschulen

Internationales Konsortium entwickelt Therapieansatz gegen Lungenfibrose

  • Mittwoch, 4. November 2026
Nico Lachmann schaut sich Makrophagen unter dem Mikroskop an. Auf dem Foto sind die Flaggen der am Projekt beteiligten Länder zu sehen. /Karin Kaiser/MHH
Nico Lachmann schaut sich Makrophagen unter dem Mikroskop an. Auf dem Foto sind die Flaggen der am Projekt beteiligten Länder zu sehen. /Karin Kaiser/MHH
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Hannover – Einen neuen Therapieansatz gegen Lungenfibrose entwickelt ein internationales Forschungskonsortium unter Leitung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Dazu sollen gentechnisch veränderte Immunzellen krankhafte Vernarbungsprozesse erkennen und gezielt hemmen. Die Europäische Union (EU) fördert das Projekt namens „BREATH-EC“ mit rund zehn Millionen Euro.

Bei einer Lungenfibrose vernarbt das Gewebe zwischen den kleinen Lungenbläschen und im Krankheitsverlauf kommt es zu fortschreitender Atemnot durch eine Versteifung der Lunge.

„Unser Ziel ist es, mithilfe bestimmter Immunzellen den Verlauf von Lungenfibrose zu stoppen und eventuell sogar umzukehren“, erläutert Nico Lachmann von der Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie der MHH. Er koordiniert das auf vier Jahre angelegte EU-Verbundprojekt.

Das Forscherteam generiert für den Therapieansatz Makrophagen aus induzierten pluripotenten Stammzellen oder gewinnt sie aus Spenderblut. „Dann verändern wir die Makrophagen genetisch. So können sie sowohl frühe Merkmale der Fibrose in der Lunge erkennen als auch gegen sie direkt einwirken“, so Lachmann.

Das langfristige Ziel des Projektes ist es, die gentechnisch veränderten Makrophagen den Patienten per Bronchoskopie zu verabreichen. So soll die Fibrose in der Lunge – zumindest in einem frühen Krankheitsstadium – gestoppt und eventuell auch umgekehrt werden.

Neben dem Team der MHH beteiligen sich das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin und die Uniklinik Freiburg sowie Arbeitsgruppen aus Schweden, England, Südkorea, Portugal, Irland, Italien und Belgien an dem Vorhaben. 

hil

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