Vermischtes

Internet für viele eine wichtige Infoquelle bei Gesundheit

  • Freitag, 27. Februar 2026
/Suphakant, stock.adobe.com
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Berlin – 83 Prozent der Menschen nutzen das Internet für die Recherche zu Gesundheitsthemen. Gleichzeitig führt die Onlinesuche nach Diagnosen und Behandlungen bei einem Drittel der Befragten zu Verunsicherung. Das ergab eine forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes unter rund 2.000 Personen.

„Gesundheitsinformationen aus dem Internet sorgen aus unterschiedlichen Gründen leider häufig für Verunsicherung“, sagte die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann. Jede dritte Person in Deutschland habe beispielsweise Probleme damit, vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen zu finden.

Drei Vierteln dieser verunsicherten Personen (74 Prozent) fällt es schwer, verlässliche Quellen zu erkennen. Drei von vier Menschen (73 Prozent) vermuten zudem, dass die Suchergebnisse kommerziell beeinflusst sind.

Zwei Drittel (66 Prozent) sagen, es sei oft unklar, ob die Onlineinformationen wissenschaftlich überprüft worden seien. Gut die Hälfte der Befragten (48 Prozent) gibt an, dass ihnen Fachwissen fehlt, um die Informationen einzuordnen.

Wenn die Menschen online nach Gesundheitsinformationen recherchieren, nutzen 90 Prozent mehr als eine Quelle. Fast zwei Drittel (61 Prozent) empfinden die gefundenen Informationen häufig als widersprüchlich, und jeder Zweite (53 Prozent) zweifelt an der Richtigkeit.

Für rund ein Viertel (23 Prozent) geht die Recherche nach hinten los: Sie fühlen sich danach unwissender als zuvor. 27 Prozent der Befragten, die zum Thema Gesundheit im Internet gesucht haben, sind außerdem schon einmal auf Informationen gestoßen, die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt haben.

Die Umfrage liefert auch Ergebnisse zur Frage, wie oft bei der Suche nach Gesundheitsinformationen auf Künstliche Intelligenz (KI) zurückgegriffen wird. Laut Selbsteinschätzung nutzen 16 Prozent der Befragten Suchergebnisse, die mithilfe von KI generiert wurden.

Bei jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren ist dies deutlich häufiger der Fall (35 Prozent) als in der Generation 60 plus (sechs Prozent). 21 Prozent der Jüngeren zwischen 18 und 29 Jahren vertrauen der KI als Quelle für Gesundheitsinformationen, von den über 60-Jährigen tun dies jedoch nur sieben Prozent.

kna

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