Justizminister Maas: Mehr Rechte für Kinder von Leihmüttern
Hamburg – Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will Kindern von Leihmüttern und aus privaten Samenspenden („Becherspenden“) mehr Rechte geben. Dafür habe der Minister einen Arbeitskreis mit Juristen, Medizinethikern und Psychologen eingesetzt, berichtet der Spiegel. In der Einladung zum „AK Abstammung“ heiße es, das jetzige Recht sorge für „Inkonsequenzen und Wertungswidersprüche“. Es habe nur „das Familienbild männlicher Elternteil, weiblicher Elternteil und Kind vor Augen“, auf die moderne Fortpflanzungsmedizin hingegen „zum Teil keine Antwort“.
Vor allem für das „Zusammenwirken“ lesbischer und schwuler Paare „zu Zeugung und anschließend gemeinsamer Erziehung eines Kindes“ seien nach Ansicht des Ministers neue rechtliche Antworten erforderlich.
Nur ein Teil dieser Reformpläne sei aber im Koalitionsvertrag verankert, schreibt das Magazin weiter. Zwar hätten Union und SPD dort vereinbart, alle Vorschriften zu beseitigen, die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften schlechterstellen als heterosexuelle Paare, auch ein Auskunftsrecht der Kinder aus Samenspenden sei geplant. An anderer Stelle heiße es aber: „Die Leihmutterschaft lehnen wir ab.“
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